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Die Nation ist ein Kerl (der Freitag)

Schland Wenn Claudia Neumann die Fußball-WM kommentiert, bekommt sie die volle Männlichkeit des Heimatstolzes zu spüren.

Inzwischen haben es wohl alle gemerkt: Mit Claudia Neumann hat das ZDF eine weibliche Live-Kommentatorin für Nationalspiele im Reporterteam. Nicht erstmals, denn sie kommentierte bereits 2016 Spiele der Herrenfußball-EM. Trotzdem ist die Empörung so groß, dass auch die Twitter-Welt jenseits des Fußballs davon Wind bekommt: Timelines und Kommentarspalten schwellen mit frauenfeindlichen Wutausbrüchen an. So stark, dass das ZDF während der Arbeit der Reporterin extra mehr Social-Media-Redakteure zur Moderation vor die Computer setzen musste

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Maschinenpistolen wegen YPG-Transparent (nd)

Polizei gibt als Grund für Razzia an, die nordsyrische Kurden-Partei PYD sei eine »unselbstständige Teilorganisation der PKK«

In Meuchefitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg hat die Polizei am Dienstagmorgen einen Gasthof durchsucht. Grund dafür war ein Transparent, das Solidarität mit den kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YGP und YPJ ausdrückte und das am Gebäude gehisst war. Der »Gasthof des Widerstands« ist als Treffpunkt der linken Szene im Wendland bekannt. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten umstellten zur Absicherung der Razzia das Gebäude und einen angrenzenden Wagenplatz.

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Liberale Muslime: Wunsch nach Emanzipation (nd)

In Deutschland organisieren sich muslimische Abweichler trotz erheblicher Differenzen

Viele Jahre hatte die Bundesrepublik ein Problem: Wollte sie mit Muslimen, die hier leben, in Dialog treten, ging das nur über die großen Islamverbände. Diese Vereinigungen, wie etwa der vom türkischen Präsidialamt abhängige Verband DITIB, vertreten jeweils eine streng konservative Auslegung des Glaubens. Sie repräsentierten aber keinesfalls alle Lebens- und Glaubenswirklichkeiten der Muslime, die in Deutschland ihre Heimat haben.

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Emma allein gegen die Depression (nd)

In einer neuen Tagesklinik in Treptow-Köpenick kämpfen sich Kinder zurück in ihr Leben

Statt in die Schule, in die sie sowieso nicht mehr gegangen ist, kommt Emma* jetzt seit einer Woche jeden Tag in die Tagesklinik. Hier soll die 14-Jährige lernen, wieder aktiver am Leben teilzunehmen und sich nicht von ihren Ängsten lähmen zu lassen. Vor Kurzem hat der Klinikkonzern Vivantes sein psychiatrisches Angebot in der Stadt um eine Tagesklinik für Kinder und Jugendliche erweitert. In Treptow-Köpenick stehen nun 16 Plätze für junge Menschen bereit, die aus einem oder mehreren ihrer drei Lebensbereiche herausgefallen sind: Familie, Schule, Beziehungen.

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CSD evaluiert sich selbst (nd)

Studie betont Wirtschaftseffekt / 26,5 Millionen Euro Umsatz für Übernachtungsbranche

Der Christopher Street Day (CSD) lockt jedes Jahr viele Zuschauer an seine Wegstrecke – auch am Samstag werden es wieder Hunderttausende sein. Wie viele, woher sie kommen und mit welcher Intention sie an der Parade teilhaben, das hat sich der Trägerverein in einer Studie nun genauer darstellen lassen. So kamen bei der Veranstaltung im Juli vergangenen Jahres 76.000 aktive Teilnehmende und 400.000 Zuschauer. Nicht nur deshalb hat sich der CSD längst zum Touristenmagneten und damit zum Wirtschaftsfaktor für die Hauptstadt gemausert – eine Feststellung, die bei demjenigen Teil der Bewegung, der das Politische betont, auf gemischte Reaktionen stößt.

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Schwimmer oder Nichtschwimmer (nd)

Der »Neuköllner Schwimmbär« hat Zweitklässler im Kombibad Gropiusstadt ans Wasser gewöhnt

Zwei Dutzend Kinder stehen aufgereiht hinter einem Startblock. Oben, im Zentrum der Aufmerksamkeit: Fatima. Ihre Arme und Beine stecken in grellem Magenta, Rumpf und Kopf sind mit geblümtem Tuch bedeckt. Ein Trainer gibt ein Signal und das Mädchen springt. Prüfung bestanden – der Startblock war die letzte Hürde auf dem Weg zur Urkunde des »Neuköllner Schwimmbären«.

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Müller wirbt nicht für mehr Kameras (nd)

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht anwaltlich gegen das »Bürgerbündnis für mehr Videoaufklärung und mehr Datenschutz« vor. Auf seiner Internetseite zitierte das Bündnis Müller, der sich damit im Dezember 2016 für mehr Videoüberwachung ausgesprochen hatte. Dass das Bündnis von Ex-Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) mit seinen Worten für einen Ausbau der Kameraüberwachung im öffentlichen Raum wirbt, passt ihm aber nicht. Die Gestaltung der Webseite mit dem benutzten Zitat erwecke den Eindruck, als sei Müller Unterstützer des Bündnisses und seiner Ziele. Das Bündnis erklärte in einer Stellungnahme, das Zitat weiter verwenden zu wollen.

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Ding-Dong, wo drückt der Schuh? (nd)

Unterwegs mit der LINKEN beim Haustürwahlkampf für den Bundestag in Wedding

Im Grünfeld mitten auf der Lütticher Straße in Wedding lümmeln auf einer aufblasbaren Couch Stephan Rauhut und sein Wahlkampfteam. Gleich, nach der letzten Mate oder Kippe, wollen sie zu einer weiteren Runde Haustürwahlkampf aufbrechen. Im Herbst will der LINKE Rauhut aus dem Wahlkreis Mitte als Direktkandidat in den Bundestag einziehen. Darum treffen sich der Wahlkämpfer und seine jungen Mitstreiter jetzt jeden zweiten Samstag im Bezirk.

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Reisewarnung für Schwangere (nd)

Verein spricht Warnung aus, um auf Hebammenmangel aufmerksam zu machen

Der Elterninitiative Mother Hood hat mit einer Reisewarnung für Schwangere in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Auf einer veröffentlichten Karte wurden Bundesländer markiert, in denen die Versorgungslage mit Hebammen und Kreißsälen nach Einschätzung des Vereins besonders schlecht sei. Kurz darauf wurde in Berlin ein Fall bekannt, bei dem eine Schwangere von einem Krankenhaus abgewiesen wurde. Die Frau brachte ihr Kind schließlich in einem PKW zur Welt.