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Zeit für Zärtlichkeit unter Konkurrentinnen (supernova)

Wie man sich in Liebesbeziehungen verhält oder nicht verhält, wird in Teilen der linken Szene offen verhandelt. Insbesondere Frauen bestehen dabei auf Einhaltung von Grenzen, Übernahme von Verantwortung oder schlagen sich mit ihrem meist männlichen Partner herum. In feministischen Kreisen wird sexuelle Gewalt teilweise offen thematisiert. Ein Phänomen, das jedoch wenig Beachtung findet, ist die Eifersucht.

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Drohung mit Kindesentzug als Mittel der Repression (nd)

Kurdische Aktivistin könnte das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren. Familiengericht eröffnet Verfahren

Zozan G. ist schon lange politisch aktiv. Sie hat ihre Wurzeln in Kurdistan. Die Überfälle des türkischen Militärs und islamistischer Milizen auf die syrischen Kurdengebiete können sie deshalb nicht kalt lassen. Das gilt auch für die Nachrichten über Verwandte und Familienfreunde, die in der Türkei inhaftiert sind.

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Unsere Autorin ist nonbinary und damit trans – und kommt trotzdem nicht drumrum, eine Frau zu bleiben (analyse & kritik)

Wenn mir danach ist – und das passiert nicht selten -, mache ich mir die Brust mit einem professionellen Binder für transgeschlechtliche Männer platt, verstecke meine Haare unter einer Schiebermütze, male meine Brauen dicht, wähle eine ausgeklügelte Kombi aus »männlichen« und »weiblichen« Kleidungsstücken und schaffe es so regelmäßig, als »männlich« wahrgenommen zu werden. Ich bin, in der Nomenklatur der genderqueeren Szene, gender fluid und femme.

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Wendland-Aktivisten nicht mehr terrorverdächtig (nd)

Ein Verfahren wegen angeblicher Unterstützung der kurdischen Arbeiterpartei PKK gegen ein linkes Tagungszentrum im Wendland ist eingestellt worden. Im Februar hatten etwa 80 vermummte und mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten das Gebäude, ein selbstverwaltetes Tagungszentrum der Anti-AKW-Bewegung in Meuchefitz im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg, umstellt und durchsucht.

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Kill Bill (der Freitag)

„Wenn ‚Mausi‘ plötzlich Zähne zeigt“ hieß Anfang November ein Artikel in der Neuen Braunschweiger. Die „Fahrschulgemeinschaft Braunschweig“ habe sich etwas ausgedacht, um „den guten Ruf der Branche zu retten“: Kung-Fu. Der Ruf ist ruiniert, weil mehrere Medien seit einem Jahr über mutmaßliche sexuelle Übergriffe durch Fahrlehrer berichten. Eine Fahrschülerin hatte sich zur Wehr gesetzt und der Stadt eine Debatte über ihre Erfahrungen aufgezwungen.

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Wer verteidigt den Rechtsstaat? (anti atom aktuell)

Nach der Demonstration von 60 Autonomen vor dem Privathaus eines Polizisten im niedersächsischen Hitzacker haben sich Politiker*innen aus allen Parteien sowie sogenannte „Polizeigewerkschafter“ entsetzt gezeigt. Neben in sich absurden, jedoch altbekannten Forderungen nach „voller Härte des Rechtsstaates“ gingen einige von ihnen jedoch noch weiter: So sprach der niedersächsische FDP-Politiker Björn Försterling von einem „Angriff auf den Rechtsstaat“, der Landesvorsitzende der DpolG in Niedersachsen, Alexander Zimbehl, forderte, der Rechtsstaat müsse „sich zur Wehr setzen“ und der CDU-Fraktionschef in Niedersachsen, Dirk Toepffer, findet es „erschreckend, dass grundlegende Prinzipien unseres Rechtsstaates (…) von sogenannten Aktivisten mit Füßen getreten werden“. Und natürlich war auch die AfD mit von der Partie. Gemeinsam ist allen Formulierungen eine Wahrnehmung, die den Rechtsstaat mit der Polizei in eins setzt und damit all die Errungenschaften gegenüber dem Staat, die den Rechtsstaat ja ausmachen, in sein Gegenteil verkehrt.

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Kein Anlass für Schockstarre (nd)

Über 400 Menschen bei Antifa-Demo in Salzwedel / Große Solidarität nach Angriff auf Autonomes Zentrum

Nach dem Angriff auf das Autonome Zentrum »Kim Hubert« in Salzwedel ist die Solidarität groß. Anfang Juni hatten mutmaßlich Neonazis das linke Zentrum in der in der sachsen-anhaltischen Kleinstadt gestürmt. Dabei wurden schlafende Menschen mit Pfefferspray attackiert, Mobiliar und Fenster kaputtgeschlagen. Doch wenn es den Tätern um Einschüchterung gegangen ist, ging die Attacke nach hinten los: Seit der Aktion sind die Antifaschisten der Stadt umso aktiver und setzen sich, unterstützt von der deutschen Antifa-Szene, gegen rechte Raumnahme zur Wehr. So demonstrierten am Samstag zwischen 400 und 500 Menschen durch die Stadt.