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Jeja nervt: Ich komme mit Feminismus in dein Feuillleton (nd)

Es gibt Wesen auf der Welt, deren Lunte ist noch kürzer als die von Männern. Die Rede ist von Männern, die Fans sind. In der »South Park«-Staffel aus dem Jahr 2000, die ich gerade schaue, gibt es eine Folge, in der zwei »Star Trek«-Fans eine Zeitmaschine bauen. Das funktioniert auch, doch vor dem zweiten Einsatz zerstreiten sich die beiden Trekkies darüber, ob »Enterprise« 74 oder 75 Folgen hatte. Beleidigt bunkern sie sich zu Hause ein. Nun ist »South Park« in der Vergangenheit nicht durch kluge Interventionen zum Geschlechterverhältnis aufgefallen. Anders gesagt: sogar Nicht-Feministen bemerken die Obsession von Fans.

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Die Angst linker Frauen vor den Feministinnen (fb)

Im Mai vergangenen Jahres habe ich unter dem Titel »Die Angst vor den Feministinnen« eine Analyse darüber angestellt, wie unbewusste Ängste linke Männer Feministinnen unterschwellig hassen und bekämpfen lassen. Ausschließlich Männer für die Beibehaltung des patriarchalen Zustands verantwortlich zu machen, scheint sich jedoch nicht mit unseren Lebenserfahrungen zu decken. Eine Analyse der Rolle von Frauen im Patriarchat muss daher einen grundlegenden Widerspruch begreiflich machen: wie können Frauen an ihrer eigenen Unterdrückung partizipieren?

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Jeja nervt: Auf dem Hitlergruß ausgerutscht (nd)

Vergangene Woche habe ich in meiner Kolumne »Lösch dich aus dem Internet, Polizeipresse!« gefordert, dass das Land Berlin seiner Polizei das scharfe Schießen via Twitter untersagt. Im Präsidium kam das wohl an, denn kurzerhand demonstrierte man dort aufs Neue, wie dringlich diese Forderung ist: Als wolle man sich darüber lustig machen, dass die Öffentlichkeit relativ hilflos vor beinahe täglich eintrudelnden Nachrichten über neue Nazi-Einzelfälle in Uniform steht, posteten die Berliner Kolleg*innen am Sonntag eine natürlich überhaupt nicht so gemeinte »88« – der Nazi-Zahlencode für »Heil Hitler«. Really?

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Nazis siedeln vom Westen in den Osten (nd)

Die rechtsextreme Initiative »Zusammenrücken« wirbt dafür, dass Neonazis in die neuen Bundesländer ziehen. Mit dem Umzug des Dortmunder Kaders Michael Brück nach Chemnitz haben die Nazi-Siedler einen prominenten Fürsprecher gewonnen. Die neueste Entwicklung in der rechtsextremen Szene könnte brisante Auswirkungen haben: ein Nachlassen rechtsradikaler Aktivitäten im Westen, aber eine Verstetigung des Nazi-Hotspots in Ostdeutschland auf Jahrzehnte.