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Zwist um dezentrale Unterkunft (friedrichs wilhelm)

In Beuel gehen die Streitereien um Flüchtlingsunterkünfte in die nächste Runde

45 Bewohner sollen ab November in die Beueler Röhfeldstraße ziehen. In dem alten Werksgebäude, in dem gegenwärtig noch Umbauarbeiten in vollem Gange sind, entstehen getrennte Wohneinheiten zwischen 25 und 39 Quadratmetern. Doch nun gibt es Streit: ein Kfz-Sachverständiger, dessen Gewerbe hinter dem nun wieder Verwendung findenden Gebäude liegt, beklagt, mit dem Heim stehe seine ökonomische Existenz auf dem Spiel.

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Olper Flüchtlingsheim: DRK verstrickt sich in Widersprüche (Ruhrbarone)

Nach den Vorwürfen gegen die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe an ihrem Standort Olpe gerät der Betreiberverband ins Zwielicht. Durch ein Arbeitsrechtsverfahren aus dem letzten Jahr waren unhaltbare Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung zutage getreten. Das DRK schiebt die Verantwortung an einen ehemaligen Leiter ab – und macht sich mit einer Falschbehauptung verdächtig.

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Burbach #2 weitet sich auf Nachbarheim Olpe aus (Ruhrbarone)

Im Skandal um die Erstaufnahmeeinrichtung in Burbach bei Siegen deutet sich erneut eine deutliche Ausweitung an. In einem ebenfalls vom DRK betriebenen Heim in Olpe kam es zu Unregelmäßigketen in Abrechnungen, Meldungen über häusliche und sexuelle Gewalt oder eine Windpockeninfektion sind anfänglich unterdrückt worden. Das geht aus einem Urteil des Siegener Arbeitsgerichts von Ende 2015 hervor, das den Ruhrbaronen vorliegt. Der dortige Heimleiter hat zum fraglichen Zeitpunkt auch Burbach geleitet.

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Burbacher Flüchtlingsheim: Ein Sumpf aus Rassismus und Kriminalität? (Ruhrbarone)

In der Erstaufnahmeeinrichtung Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein wird seit 2 Monaten wegen eines K.O.-Tropfen-Angriffs ermittelt. Dieser steht beispielhaft für ein Klima organisierter sexueller Ausbeutung und Angriffe, von dem Zeugen übereinstimmend berichten – „wie im Puff“ solle es in Burbach zugegangen sein. Eine Recherche der in der EAE eingesetzten BEWA-Securitys fördert einen rechten Konsens zutage.

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Burbach: Schleppende Aufklärung (akduell)

Wieder hat es in der Burbacher Erstaufnahmeeinrichtung Übergriffe von Personal auf Geflüchtete gegeben. Die Aufklärung kommt seit zwei Monaten nur schleppend voran. Das liegt mutmaßlich nicht nur an mäßigem Interesse seitens der Strafverfolgung, sondern auch daran, dass hinter einigen Mitarbeiter_innen des Heims ein Rocker_innennetzwerk steht.

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Selbstverteidigungssystem Krav Maga (friedriches wilhelm)

Ich habe mich würgen und boxen lassen, um für den Ernstfall zu proben

Krav Maga ist der neue Hype. Überall sprießen kleine Schulen aus dem Boden. Man kann im TV einem Sanitäter dabei zusehen, wie er in voller Arbeitsmontur in einer gestellten Szene in eine Kneipe gerufen und dort von einem Aggressor attackiert wird – und wie er sich erfolgreich in dieser Umgebung dagegen wehrt. Carolin Kebekus tänzelt und schreit auf dem Bildschirm vor sich hin – und tritt dem Angreifer in die durch eine Pratze geschützten Eier. Grund genug für den friedrichs wilhelm, den neuen Trendsport einmal auszuprobieren.

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Türkisch-Rechtsaußen an westdeutschen Unis (friedrichs wilhelm)

Nationalist_innen und Islamist_innen sorgen für Zündstoff

Sorgen machen mussten sich in den letzten Wochen vermehrt studentische Initiativen, ASten und Rektorate, denn in ihren Räumlichkeiten machen vermehrt türkeiorientierte Gruppen vom rechten Rand auf sich aufmerksam. So kam es bei einem Vortrag an der Universität Köln zu Tumulten, zum Besten gegeben wurden fragwürdige Thesen über einen Überfall auf die Osmanische Bank in Konstantinopel im Jahre 1896. Das Brisante: der Referent Şahin Ali Söylemezoğlu ist nicht nur Hobbyhistoriker, sondern auch Leugner des Genozids an den Armenier_innen. Kurz darauf trat er bei einem Podium in Köln auf – auch hier gegen Proteste. In Bielefeld bot eine AKP-nahe Studierendenvereinigung dem Konvertiten Andreas Abu Bakr Rieger mit ebenfalls fragwürdigen Ansichten zum Thema „Genozid“ ein Podium und kurz zuvor stellte die Millî-Görüş-nahe Hochschulgruppe Diwan ihre geistigen Vorbilder in einer kleinen Ausstellung vor – darunter namhafte Antisemiten und der Gründer der Muslimbruderschaft.

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Täter aus dem Nahfeld (friedrichs wilhelm)

Sexuelle Grenzverletzungen in Studi-Wohnheimen werden nicht beachtet
Entgegen dem Bild, das in der gegenwärtigen Debatte um sexuelle Belästigungen und Übergriffe zum Standard erklärt wird, finden die allermeisten Grenzüberschreitungen im Nahfeld der Betroffenen statt. Nicht der rassifizierte Fremdtäter beherrscht die Statistiken, sondern Intimpartner, Mitbewohner, Väter, Verwandte.