Veröffentlicht am

Liberale Muslime: Wunsch nach Emanzipation (nd)

In Deutschland organisieren sich muslimische Abweichler trotz erheblicher Differenzen

Viele Jahre hatte die Bundesrepublik ein Problem: Wollte sie mit Muslimen, die hier leben, in Dialog treten, ging das nur über die großen Islamverbände. Diese Vereinigungen, wie etwa der vom türkischen Präsidialamt abhängige Verband DITIB, vertreten jeweils eine streng konservative Auslegung des Glaubens. Sie repräsentierten aber keinesfalls alle Lebens- und Glaubenswirklichkeiten der Muslime, die in Deutschland ihre Heimat haben.

Veröffentlicht am

Neuer Kopftuchstreit vor Gericht (nd)

Eine von zwei Bewerberinnen für Lehrerstellen nimmt Entschädigungszahlung an

Zwei Monatsgehälter, umgerechnet 6915 Euro – so viel beziehungsweise wenig Geld sollte Abeer K. aus der Landeskasse erhalten, vorausgesetzt, sie geht nicht weiter gegen das Land Berlin vor. Von dem wollte sie Anfang des Jahres gerne als Quereinsteigerin in den Schuldienst für die Fächer Informatik und Mathematik eingestellt werden, denn hier mangelt es an regulären Lehrkräften. Darüber, woran es gescheitert ist, besteht jedoch Uneinigkeit: Sie und ihre Mitklägerin sollen nach einem Casting im Januar beiseite genommen worden und befragt worden sein, ob sie das Kopftuch im gymnasialen Schuldienst auch weiterhin tragen würden. Als sie das verneinten, sollen sie, so erzählt es K., nie wieder Post über den Stand ihrer Bewerbung erhalten haben.

Veröffentlicht am

Türkisch-Rechtsaußen an westdeutschen Unis (friedrichs wilhelm)

Nationalist_innen und Islamist_innen sorgen für Zündstoff

Sorgen machen mussten sich in den letzten Wochen vermehrt studentische Initiativen, ASten und Rektorate, denn in ihren Räumlichkeiten machen vermehrt türkeiorientierte Gruppen vom rechten Rand auf sich aufmerksam. So kam es bei einem Vortrag an der Universität Köln zu Tumulten, zum Besten gegeben wurden fragwürdige Thesen über einen Überfall auf die Osmanische Bank in Konstantinopel im Jahre 1896. Das Brisante: der Referent Şahin Ali Söylemezoğlu ist nicht nur Hobbyhistoriker, sondern auch Leugner des Genozids an den Armenier_innen. Kurz darauf trat er bei einem Podium in Köln auf – auch hier gegen Proteste. In Bielefeld bot eine AKP-nahe Studierendenvereinigung dem Konvertiten Andreas Abu Bakr Rieger mit ebenfalls fragwürdigen Ansichten zum Thema „Genozid“ ein Podium und kurz zuvor stellte die Millî-Görüş-nahe Hochschulgruppe Diwan ihre geistigen Vorbilder in einer kleinen Ausstellung vor – darunter namhafte Antisemiten und der Gründer der Muslimbruderschaft.

Veröffentlicht am

Comedian Abdelkarim in Tannenbuscher Realschule (friedrichs wilhelm)

Talk zu „Integration, Miteinander, Salafismus und Diskriminierung“ verspielte Potenziale
Bei einer von Schüler_innen organisierten Gesprächsrunde mit dem Komiker kam letzten Dienstag am Ende wenig Erhellendes zusammen. Leider – dabei sollte es um Brisantes gehen. Der Stadtteil steht immer wieder im Fokus, weil viele deutsche Dschihadist_innen ihre Wurzeln hier haben.

Veröffentlicht am

Macker Police (Ruhrbarone)

Dass Jungmänner den Blockwart im öffentlichen Raum spielen, ist nichts Neues. Das Entsetzen über die Sharia Police offenbart eine bittere Doppelmoral, denn die Polizei, die in Bonn-Tannenbusch seit Jahren über Rocklänge und Absatzhöhe wacht, die rumlungernden Männerbanden, haben dieser Moral nie wehgetan.