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Schwimmer oder Nichtschwimmer (nd)

Der »Neuköllner Schwimmbär« hat Zweitklässler im Kombibad Gropiusstadt ans Wasser gewöhnt

Zwei Dutzend Kinder stehen aufgereiht hinter einem Startblock. Oben, im Zentrum der Aufmerksamkeit: Fatima. Ihre Arme und Beine stecken in grellem Magenta, Rumpf und Kopf sind mit geblümtem Tuch bedeckt. Ein Trainer gibt ein Signal und das Mädchen springt. Prüfung bestanden – der Startblock war die letzte Hürde auf dem Weg zur Urkunde des »Neuköllner Schwimmbären«.

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Mehr Kommunikation statt mehr Qualifikation (nd)

Psychosoziale Regelversorgung oder Parallelstrukturen für Geflüchtete? Experten sind sich uneins

Eingliederung in die gesundheitliche Regelversorgung oder Aufrechterhaltung und Ausbau gewachsener Parallelstrukturen? Beim Gesundheitsforum am Mittwochabend, das die Landesgesundheitskonferenz regelmäßig organisiert, prallten gegensätzliche Vorstellungen aufeinander, wie Geflüchtete psychisch betreut werden sollen. Olaf Hardt, Arzt einer psychiatrischen Abteilung eines Vivantes-Klinikums, vertrat bei der Veranstaltung in der Urania den Standpunkt, Geflüchtete müssten in die Regelversorgung integriert werden. Er betonte, dass das Versorgungsnetz gut auf die sprachlichen und kulturellen Herausforderungen vorbereitet sei, auch wenn es weiterhin Verbesserungsbedarf vor allem bei den Sprachmittlern gebe.

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Begrünte Baumscheiben erwünscht (nd)

Mitte wehrt sich gegen Berichte, Pflanzen von Hobbygärtnern pauschal zu entfernen

Mit einer Webseite und Flyern will das Bezirksamt Mitte künftig die Begrünung von Baumscheiben stärker unterstützen. Medienberichten zufolge entfernt das Bezirksamt Blumenbeete an den rund 28 000 Straßenbäumen des Bezirks. Davon hatte unter anderem der Tagesspiegel berichtet. Das wies Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne), zuständig für Straßen und Grünflächen, bei einem Pressegespräch am Donnerstag zurück. Im Gegenteil: Die Begrünung unterstütze in vielen Fällen die Baumgesundheit. Und auch im sozialen Sinne seien die Bepflanzungen willkommen, weil sich ansässige Bürger rund um ihre Bäume versammelten, gemeinsam planten und so nachbarschaftlich zusammenkämen.

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Lichtenberger Mieterinnen wollen weiter gegen Räumung vorgehen (nd)

Linksradikales Bündnis beklagt systematische Entmietungen

Eine Güteverhandlung vor dem Lichtenberger Amtsgericht über eine Räumungsklage ist am Dienstag ohne Einigung ausgegangen. In dem Verfahren wollte ein Wohnungseigentümer das Ende eines 2016 ausgelaufenen Mietverhältnisses durchsetzen. Doch die Vermieterinnen fühlten sich über die gesetzte Frist getäuscht und antworteten ebenfalls mit einer Klage.

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Altwerden im umgebauten Eigenheim (nd)

»Haus der Pflege« soll über Möglichkeiten beraten, im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben

Wer alt oder gar pflegebedürftig wird, findet sich nicht selten in der Lage wieder, nicht mehr im eigenen Haus leben zu können: Der Einstieg in die Wanne ist zu hoch, das Bad war vor 30 Jahren nicht altersgerecht bemessen – worden und wie soll man hier überhaupt einen Treppenlift installieren? Bei Problemen wie diesen will ab nächstem Jahr der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) älteren Menschen in einem »Haus der Pflege« zur Seite stehen, dessen Grundsteinlegung am Freitag gefeiert wurde.

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Friedrichshain-Kreuzberg baut Milieuschutz aus (nd)

Eine Untersuchung zeigt: Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerungsstruktur vor Gentrifizierung greifen

Der städtische Milieuschutz funktioniert: Am Donnerstag stellte Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg positive Zahlen vor. Mit Sozialen Erhaltungsverordnungen können Bezirke Gebiete unter einen Modernisierungsvorbehalt stellen, der die Bevölkerung vor Verdrängung durch Aufwertungsmaßnahmen schützen soll. Wollen Besitzer eine Wohnung modernisieren, kann dies nur nach Beantragung beim Bezirk und der Prüfung auf Sozialverträglichkeit geschehen. Nun konnte nachgewiesen werden, dass dieses Instrument im Bezirk tatsächlich die Entwicklung des Mietpreisspiegels bremst und damit die gegenwärtige Bevölkerungsstruktur bewahrt. Hiervon profitieren insbesondere einkommensschwache Haushalte und viele Familien mit Migrationshintergrund, die so im innenstadtnahen Bezirk wohnen bleiben können.

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»Bedarfslücken wie Scheunentore« (nd)

Studie zeigt Ärztemangel in Bezirken / Stadträte planen kommunales Versorgungszentrum

Die Gesundheitsstadträte von Lichtenberg und Neukölln haben am Montag die von ihren Bezirken in Auftrag gegebene Studie zur ambulanten ärztlichen Versorgung vorgestellt. Der Neuköllner Stadtrat Falko Liecke (CDU) sagte, die Studie belege, was man in den Bezirken durch den Draht zu den Bürgern längst gewusst habe: Eine teils drastische Unterversorgung, die den Behauptungen der für das gesamte Land Berlin zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) widerspreche. Diese hatte noch vergangenen Monat gemeldet, die Ärzte erfüllten ihren Sicherstellungsauftrag trotz um 35 Prozent gestiegener Fallzahlen bei gleichbleibender Anzahl Kassensitze.

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Ohne Speis kein Fleiß (nd)

Das Schulessen in Brandenburg verbessert sich, hat aber noch Luft nach oben

Mit Grundschülern anlässlich neuer Zahlen zur Verpflegungslage in einer frisch renovierten Mensa Kassler und Sauerkraut essen – ein schöner Außentermin des Justiz-, Europa- und Verbraucherschutzministers Stefan Ludwig (LINKE). Mit den Kindern Schlange stehen, das Fleisch vom Caterer auf den Teller, Beilagen aus der Selbstbedienung, die Obsttheke heute links liegen gelassen, später noch der Pressetermin mit Zahlen, Einschätzungen und Handlungsempfehlungen. Seit einigen Jahren schon kümmert sich die Vernetzungsstelle Schulverpflegung im Auftrag des Landes unter anderem um die Speisen, die die Kinder und Jugendlichen in ihren Schulen bekommen.

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Auch nach dem Studium frei fahren? (friedrichs wilhelm)

Bürgerticket macht Fort- und Rückschritte in Bonn

BürgerticketLaut einer Machbarkeitsstudie im Auftrag der Piratenfraktion im Land möglich, laut Stadtwerke Bonn aber nur mit einem hohen Beitrag aller Bürger_innen – das „Bürgerticket“. Seit 2013 wird es von einer aus den Kirchen heraus gegründeten Arbeitsgemeinschaft gefordert. Die Idee: ähnlich wie beim Studiticket sollen alle Bonner Bürger_innen einen monatlichen Beitrag zahlen, so dass das Lösen von Fahrscheinen im gesamten Stadtgebiet entfällt.

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Täter aus dem Nahfeld (friedrichs wilhelm)

Sexuelle Grenzverletzungen in Studi-Wohnheimen werden nicht beachtet
Entgegen dem Bild, das in der gegenwärtigen Debatte um sexuelle Belästigungen und Übergriffe zum Standard erklärt wird, finden die allermeisten Grenzüberschreitungen im Nahfeld der Betroffenen statt. Nicht der rassifizierte Fremdtäter beherrscht die Statistiken, sondern Intimpartner, Mitbewohner, Väter, Verwandte.