{"id":14,"date":"2017-08-09T13:30:43","date_gmt":"2017-08-09T13:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/janaklein.net\/?page_id=14"},"modified":"2025-10-13T07:49:06","modified_gmt":"2025-10-13T07:49:06","slug":"vortraege-workshops","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/jejaklein.net\/?page_id=14","title":{"rendered":"Vortr\u00e4ge, Workshops &#038; Moderationen"},"content":{"rendered":"<div>Vortr\u00e4ge (Ank\u00fcndigungstexte unten):<\/div>\n<ul>\n<li><strong>&#8222;Nazis &amp; M\u00e4nnlichkeit&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Hass den Sexismus, aber hab gef\u00e4lligst Sex?&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Zum Fortleben sexueller Gewalt in aufgekl\u00e4rten und linken Kreisen&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Die Angst vor den Feministinnen&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Antifa, Macker, Patriarchat&#8220;\u00a0 \u2013 Antifaschismus und M\u00e4nnlichkeit&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Rape Culture und Intersektionalit\u00e4t: Wie geschlechtliche und sexuelle Fragen Grenzziehungen zwischen dem Eigenen und dem Fremden regulieren&#8220;<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><strong>Moderation von Podien:<br \/><\/strong><\/div>\n<div>\n<blockquote>\n<p class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/bebizine.de\/veranstaltungsreihe-keine-sicheren-raeume\/\">Veranstaltungsreihe \u00bbKeine sicheren R\u00e4ume?!\u00ab<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><strong><strong>Vortrag: Nazis &amp; M\u00e4nnlichkeit<\/strong><\/strong>\n<blockquote>\n<p><em>Egal ob etablierte Neonazi-Kameradschaften oder \u00fcber Instagram gegen den CSD mobilisierte Jung-Nazis: Jungs und M\u00e4nner der radikalen Rechten werfen sich in Pose. End die ist ultramaskulin. W\u00e4hrend M\u00e4dchen derzeit vor allem linksliberal denken, wendet sich ein gro\u00dfer Teil der Jungs der radikalen Rechten und der AfD zu. Das Rumgemenner unter Faschisten ist bisweilen so extrem, dass sich aus linker und gendertheoretischer Perspektive die Frage aufdr\u00e4ngt: Merkt ihr\u2019s nicht? F\u00fcr wen diese ganze Show? Im Vortrag soll unter R\u00fcckgriff auf m\u00e4nnlichkeitstheoretische \u00dcberlegungen einerseits, auf sozialpsychologische Forschung zu faschistischen Charaktermerkmalen andererseits gezeigt werden: Nein, die merken\u2019s wirklich nicht. Und das hat Gr\u00fcnde. Denn M\u00e4nnlichkeit im Patriarchat erweist sich bei n\u00e4herer Betrachtung nicht einfach als Privileg. Sie ist keine Macht, die M\u00e4nner eben haben und gegen\u00fcber Frauen entweder missbrauchen oder mit der sie verantwortungsbewusst umgehen k\u00f6nnen. Sie ist vielmehr zutiefst krisenhaft, gerade in Fragen der Sexualit\u00e4t, gerade im Umgang mit dem \u201eObjekt\u201c Frau. All die von M\u00e4nnern nicht zugelassenen, aber dennoch vorhandenen Gef\u00fchle von Angst, Schw\u00e4che, Scham oder Abh\u00e4ngigkeit in Bezug auf Frauen und sich selbst bergen eine offene Flanke \u2013 in Richtung sexistischer Unterdr\u00fcckung und nach rechts. M\u00e4nner stehen unter Zwang \u2013 und Neonazis erst recht. Rigide Geschlechterrollen und vor allem die Mutterrolle sollen helfen, in all dem Sicherheit zu vermitteln. Und sind doch dazu verurteilt, immer wieder genau daran zu scheitern. Im Vortrag wird sich zeigen: Die Selbstinszenierung als m\u00e4chtiger, naturhaft-m\u00e4nnlicher Soldat ist Schminke f\u00fcr M\u00e4nner, die \u00fcber sich und ihre M\u00e4nnlichkeit zutiefst verunsichert sind. Gerade deswegen sind sie dazu gezwungen, ihr Dasein als grotesker Maskulinit\u00e4ts-Clown zu fristen, der anderen und sich selbst das Leben zur H\u00f6lle macht.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><strong>Vortrag: &#8222;Hass den Sexismus, aber hab gef\u00e4lligst Sex?&#8220;<\/strong><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<blockquote>\n<div>F\u00fcr viele Heranwachsende stellt die linke Szene mit ihrem sexpositiven Feminismus, vielf\u00e4ltigen Liebes- und Begehrensformen, ihrer Queerness und Polyamorie einen Sehnsuchtsort dar, der so anders sein soll als die Enge von Herkunftsfamilie und Schulklasse. Mit dem linken Coming-of-age sollen die alten Sitten abgestreift und ein erf\u00fclltes Leben in politischer Rebellion einerseits, sexuellen und romantischen Abenteuern andererseits gefunden werden. Doch die Tiefe, mit der sich patriarchale Strukturen in unsere Gef\u00fchle und unsere F\u00e4higkeiten und Unf\u00e4higkeiten eingegraben haben, Sex und Beziehungen zu managen, wird untersch\u00e4tzt. Allzu oft, vor allem f\u00fcr junge Frauen, verwandeln sich die eigenen Twenties in linken Kreisen in einen Albtraum, der von missbr\u00e4uchlicher Beziehung zu \u00dcbergriff und dann in lang anhaltende psychische Belastung stolpert. Der Feminismus hat sein Image, frigide und sexfeindlich zu sein, weitgehend abgestreift \u2013 doch zu welchem Preis? &#8222;Have Sex, Hate Sexism&#8220; lauet eine weit verbreitete Stickerparole in linken Communities \u2013 eine Formulierung, die nahtlos an Imperative des liberalen Feminismus anschlie\u00dft, der von Frauen nicht nur Bestleistungen in jeder Disziplin verlangt, sondern auch, dabei stets sexy und begehrenswert zu sein. Es sollen massig sexuelle Erfahrungen &#8222;zum Spa\u00df&#8220; gesammelt und so sich und der Welt bewiesen werden, dass man selber zur Gruppe der emanzipierten Frauen dazugeh\u00f6rt, f\u00fcr die die Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit kein Hindernis mehr darstellt. Doch die massive Verbreitung von Erfahrungen mit sexuellen Grenzverletzungen und Beziehungsgewalt, die linke Frauen und Feminist*innen \u00e4u\u00dfern, zumeist begangen durch die eigenen Genoss*innen, meistens aber M\u00e4nner, sprechen eine andere Sprache. Hat der sexpositive Feminismus die Sexualit\u00e4t von Frauen, Enbies und auch von M\u00e4nnern befreit, oder nur eine glitzernde Schicht Lack auf das alte Elend aufgetragen, unter der sich glamour\u00f6s tausendfaches Scheitern und Leiden verbirgt? Im <span class=\"il\">Vortrag<\/span> sollen diese Spannungsverh\u00e4ltnisse auch biographisch dargestellt und diskutiert werden, welche Verantwortung inzwischen \u00e4ltere Feminist*innen eigentlich f\u00fcr den politischen Nachwuchs in Fragen feministischer Sexualkultur tragen &#8211; oder tragen sollten.<\/div>\n<\/blockquote>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div class=\"kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql\"><strong>Vortrag:\u00a0 &#8222;Zum Fortleben sexueller Gewalt in aufgekl\u00e4rten und linken Kreisen&#8220;<\/strong><\/div>\n<div>Mitschnitt <a href=\"https:\/\/falken-jena.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vortrag-Jeja-Klein-Zum-Fortleben-sexueller-Gewalt-in-aufgeklaerten-und-linken-Kreisen.mp3\">bei den Falken Jena<\/a><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<blockquote>\n<div class=\"kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql\">Aufgekl\u00e4rte Kreise und linke Milieus gerieren sich gern als Gegenpol zu Ph\u00e4nomenen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus. Schilder in linken L\u00e4den lassen etwa verlauten, Sexismus werde hier schlicht nicht geduldet. Doch warum h\u00e4lt sich etwa sexuelle Gewalt so hartn\u00e4ckig in diesen Kreisen? Davon zeugen nicht zuletzt die st\u00e4ndigen Auseinandersetzungen, die vor allem Frauen zum Beispiel mit ehemaligen Partnern f\u00fchren m\u00fcssen. Diese Konflikte bilden jedoch nur die Spitze des Eisbergs dessen, was in den Betten dieses \u201eaufgekl\u00e4rten Milieus\u201c vor sichgeht. So ist das Erleben von Mitgliedern linker Szenen stark geschlechtlich getrennt: w\u00e4hrend sich M\u00e4nner frei heraus um wichtige politische Anliegen, Demos, Aktionen und Strategien k\u00fcmmern k\u00f6nnen, befinden sich viele linke Frauen und Queers in einem st\u00e4ndigen Beziehungskampf um Anerkennung, begehbare R\u00e4umlichkeiten und um ein soziales Netzwerk, in dem sie sich einfach nur sicher aufhalten k\u00f6nnen. Diesen Kampf f\u00fchren sie nicht selten sogar gegeneinander.<\/div>\n<div class=\"o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql\">Der Widerspruch zwischen antisexistischem Selbstbild und sexistischer Lebenspraxis liegt auch an der massiven Untersch\u00e4tzung der Tiefe, mit der sich sexistische Gesellschaftsstrukturen in Denken, F\u00fchlen und Handeln von uns allen eingraben. Auch eine weitgehende Unaufgekl\u00e4rtheit \u00fcber psychologische Grundlagen stellt ein Hindernis dar, um von progressiver Selbstinszenierung zu einem Handeln fortzuschreiten, das sexistische Normalit\u00e4ten wirklich transformieren kann. Diese Diagnose bezieht sich ausdr\u00fccklich auch auf den sich als feministisch w\u00e4hnenden Teil der Szene: mit Konzepten wie einer \u201esexualisierten Gewalt\u201c, in der man keinerlei Sexualit\u00e4t, jedoch ausschlie\u00dflich m\u00e4nnliches Machthandeln zu erkennen glaubt, werden realistische Gegenkonzepte verunm\u00f6glicht. Entweder, sexistisches Handeln gilt als derma\u00dfen d\u00e4monisch, dass man seinen Freunden, Bekannten und sich selbst solche Vorw\u00fcrfe nicht zumuten m\u00f6chte \u2013 oder, grenz\u00fcberschreitende Personen werden als derma\u00dfen d\u00e4monische T\u00e4ter stigmatisiert, dass ihr angestrebter Ausschluss aus der Szene vorwiegend der Gesichtswahrung der \u201eantisexistischen\u201c Kreise dient. So werden Betroffene faktisch allein gelassen und die Mitschuld der Szene an einem S\u00fcndenbock ges\u00fchnt, dem man sich mitsamt der eigenen Verantwortungpraktischerweise entledigen kann. Allein: in den meisten F\u00e4llen gelingt dieses Anliegen dann nicht ein mal, wodurch der Schaden f\u00fcr Betroffene umso gr\u00f6\u00dfer wird und zu einem eklatanten Vertrauensverlust in soziale Beziehungen f\u00fchrt.<\/div>\n<div class=\"o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql\">Im Vortrag sollen psychologische und soziologische Grundlagen hinter Ph\u00e4nomenen wie sexueller und sexualisierter Gewalt gesch\u00e4rft und die besondere Bedeutung von M\u00e4nnern herausgearbeitet werden. Es wird sich zeigen, dass die Widerspr\u00fcche, die die DNA des Konzepts der M\u00e4nnlichkeitbilden, notwendig und immer wieder zu Angriffen auf Frauen, Trans, Schwule, Lesben, Nichtbin\u00e4re usw. f\u00fchren m\u00fcssen. Besonders perfide: derlei Angriffe werden oft nicht mal bewusst als solche geplant und durchgef\u00fchrt, sondern ergeben sich unterhalb der Schwelle des Bewusstseins aus einer archaischen Normalit\u00e4t, der niemand von uns g\u00e4nzlich zu entfliehen vermag. Im Vortrag wird darum f\u00fcr eine antisexistische Praxis pl\u00e4diert, die Konsensualit\u00e4t f\u00fcralle Lebensbereiche vorschreibt und gelingende Beziehungsarbeit und vorausschauende Verantwortung in Beziehungsnetzwerken gegen\u00fcber Awareness-und Unterst\u00fctzer*innengruppen vorzieht. Das Bild des T\u00e4ter-D\u00e4mons m\u00fcsste dann ersetzt werden durch die Einsicht in die tiefe pers\u00f6nlicheVerstrickung, die wir alle mitbringen &#8211; als selber grenz\u00fcberschreitende Person einerseits und als sozialer Faktor andererseits, als der wir die \u00dcbernahme von Verantwortung hemmen und abwehren. Sei es, weil wir T\u00e4ter sch\u00fctzen oder sei es, weil wir sie zur H\u00f6lle jagen wollen.<\/div>\n<\/blockquote>\n<div class=\"o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql\">\u00a0<\/div>\n<p><strong>Vortrag: &#8222;Die Angst vor den Feministinnen&#8220;<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p>Linke M\u00e4nner haben Angst vor Feministinnen. Doch gesteht man sich eine Furcht nicht ein und verdr\u00e4ngt sie, zum Beispiel, weil sie dem positiven Selbstbild als nettem Typen oder Profeministen widerspricht, handelt man nicht weniger in ihrem Bann. Dabei w\u00e4re allein die aggressionsbereite Angst vor Frauen, die M\u00e4nnern im Patriarchat ganz generell gemein ist, schon schlimm genug. Unter Linken allerdings verf\u00fcgen Frauen nicht blo\u00df durch ihre K\u00f6rper und ihre weibliche Sexualit\u00e4t \u00fcber etwas, das M\u00e4nner zugleich anzieht, sie aber auch in ihren maskulinen Autonomiew\u00fcnschen verunsichert. Hier sind sich Frauen als auch andere marginalisierte Geschlechter dar\u00fcber hinaus ihrer objektiv beschissenen gesellschaftlichen Lage bewusst. Sie organisieren sich, k\u00e4mpfen kollektiv gegen Sexismus, sexuelle Gewalt und m\u00e4nnliche Dominanz. Und weil das so ist, reicht es f\u00fcr linke M\u00e4nner nicht mehr aus, das Patriarchat stets nur bei anderen, schlechteren, fremden, rechten oder rassifizierten M\u00e4nnern zu verorten. Sie sp\u00fcren: Das eigene zwielichtige Verh\u00e4ltnis zu Frauen und Sexualit\u00e4t steht im Scheinwerferlicht. Und kann Konsequenzen haben. Darum bekennen sich linke M\u00e4nner zwar \u00f6ffentlich artig zum Feminismus und finden laute Frauen auch irgendwie ganz gut, bek\u00e4mpfen sie jedoch hintenrum durch allerlei Mittel: durch Passivit\u00e4t, Sturheit und Selbstmitleid bis hin zur m\u00e4nnerb\u00fcndischen Intrige. Im Vortrag sollen einige Beobachtungen und Mechanismen des Ph\u00e4nomens dargelegt und so gezeigt werden, dass es f\u00fcr praktischen Antifeminismus keine \u201eAntifeministen&#8220; braucht \u2013 oder, anders gesagt: dass keine Feinde braucht, wer solche Verb\u00fcndeten hat.<\/p>\n<\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><strong>Vortrag:\u00a0 &#8222;Antifa, Macker, Patriarchat&#8220;\u00a0 \u2013 Antifaschismus und M\u00e4nnlichkeit&#8220;<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p>Warum nur will man unbedingt ein Krieger f\u00fcr das Gute sein? So k\u00f6nnte eine Frage lauten, mit der sich nach dem problematischen Verh\u00e4ltnis von autonomem Antifaschismus und M\u00e4nnlichkeit forschen l\u00e4sst. Einerseits steht die radikale Linke n\u00e4mlich f\u00fcr das Aufbrechen von Geschlechterrollen und f\u00fcr Antisexismus. Andererseits sind es dann aber doch wieder die immer selben Jungs mit den immer selben Frisuren, die im Antifa-Milieu den Ton angeben \u2013 Ausnahmen best\u00e4tigen hier, freilich, die Regel. Der Kampf gegen Neonazis erfordert H\u00e4rte und Aggression, das Bezwingen von Angst und das Eingehen teils erheblicher k\u00f6rperlicher Risiken. Und oft geht er mit b\u00f6sen gelben Briefen von Ermittlungsbeh\u00f6rden einher. Wer sollte das wollen? In R\u00fcckgriff auf m\u00e4nnlichkeitstheoretische und sozialpsychologische Erkl\u00e4rungen, die die konflikthafte m\u00e4nnliche Sexualit\u00e4t und Identit\u00e4tsbildung im Patriarchat ernst nimmt, l\u00e4sst sich zumindest nachvollziehen, welcher subjektive Vorteil sich f\u00fcr die klassische Figur des &#8222;Antifa-Mackers&#8220; aus all dem ziehen l\u00e4sst. Wozu? Sicher nicht, um damit aufzuh\u00f6ren, sich Nazis konsequent in den Weg zu stellen \u2013 aber auch nicht, um einfach weiter zu machen wie bisher.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Vortrag: &#8222;Rape Culture und Intersektionalit\u00e4t: Wie geschlechtliche und sexuelle Fragen Grenzziehungen zwischen dem Eigenen und dem Fremden regulieren&#8220;<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p>Der Fall Tu\u011f\u00e7e Albayrak (2014), Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London (bis 2019) oder der entfesstelte Debattenmob nach der K\u00f6lner Silvesternacht (2015\/16) \u2013 was diese medialen Ereignisse der 2010er Jahre miteinander verbindet, ist die allgemeine Unf\u00e4higkeit, sich dem Problem der sexuellen Gewalt angemessen zu stellen. Die vielf\u00e4ltigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht blo\u00df M\u00e4nner auf die Konfrontation mit der Kultur sexueller Dominanz reagieren, sind eine allt\u00e4gliche Herausforderung f\u00fcr antisexistische Bem\u00fchungen. Und: Sie stellen mit der in ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, anhand derer die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie und kapitalistischer Anforderungen an das Individuum mit anderen Feldern des Ideologischen nachvollzogen werden kann: Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antifeminismus. Als Ideologien stellen sie banalerweise sicher, dass die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse bleiben, wie sie sind. Die ihnen anh\u00e4ngenden kulturellen Formationen jedoch sorgen t\u00e4glich daf\u00fcr, dass das Leben f\u00fcr viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der H\u00f6lle auf Erden bedroht bleibt. Deshalb taugen die Ahnungen, die in den popul\u00e4rfeministischen Schlagworten &#8222;Rape Culture&#8220; und &#8222;Intersektionalit\u00e4t&#8220; enthalten sind, zu mehr als blo\u00dfer Anti-Diskriminierungsarbeit. Sie verweisen darauf, mit welcher Notwendigkeit im kapitalistischen Patriarchat nicht erkannt wird, was eigentlich offensichtlich ist. Geschlecht, Rassismus, Antiamerikanismus oder Antisemitismus sind aufgrund ihres inneren Zusammenhanges immer auch sexuell.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortr\u00e4ge (Ank\u00fcndigungstexte unten): &#8222;Nazis &amp; M\u00e4nnlichkeit&#8220; &#8222;Hass den Sexismus, aber hab gef\u00e4lligst Sex?&#8220; &#8222;Zum Fortleben sexueller Gewalt in aufgekl\u00e4rten und linken Kreisen&#8220; &#8222;Die Angst vor den Feministinnen&#8220; &#8222;Antifa, Macker, Patriarchat&#8220;\u00a0 \u2013 Antifaschismus und M\u00e4nnlichkeit&#8220; &#8222;Rape Culture und Intersektionalit\u00e4t: Wie geschlechtliche und sexuelle Fragen Grenzziehungen zwischen dem Eigenen und dem Fremden regulieren&#8220; \u00a0 Moderation von Podien: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"class_list":["post-14","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14"}],"version-history":[{"count":19,"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":450,"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14\/revisions\/450"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/jejaklein.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}