Veröffentlicht am

Jeja nervt: Stellt ihr euch so Männer im 23. Jahrhundert vor? (nd)

Am Dienstag attestierte nd-Kollegin Norma Schneider der Star-Trek-Serie »Discovery«, unter allzu viel Coolness den Sinn für das Uneindeutige, für philosophische Fragen und Emanzipationserzählungen verloren zu haben. Dabei unterschätzt sie die befreiende Wirkung, die die oft intime Darstellung homosexueller und transgeschlechtlicher Charaktere auf ihrem Treck durchs All hat. Doch der Geschichte des Ex-Partners von Hauptfigur Michael Burnham (Sonequa Martin-Green), Ash Tyler (Shazad Latif), sollten wir uns noch einmal zuwenden. Hier hat »Discovery« in den ersten Staffeln mehr geschlechterpolitisches Porzellan zerstört, als sich durch tolle Trans-Teenager in Staffel 3 wieder gutmachen ließe. Große Triggerwarnung!

Veröffentlicht am

Jeja nervt: Ein Mal Klassismus bitte, aber ohne Klasse (nd)

Unter dem Schlagwort »Klassismus« diskutieren Linke mittlerweile Klasse als Diskriminierungsverhältnis. Auch im jüngst erschienenen Sammelband »Solidarisch gegen Klassismus – organisieren, intervenieren, umverteilen« aus dem Unrast-Verlag geht es viel um verweigerte Chancen, unmögliche Klassenreisen und Linke, die anderen mit ihren bürgerlichen Manieren das Leben schwer machen.

Veröffentlicht am

Jeja nervt: Ich komme mit Assisprache in deine Schriftkultur (nd)

Vor einigen Wochen erschien hier meine Glosse in Solidarität mit den Bildungszielen der deutschen Bullerei. Doch einigen Leser*innen schien das Gefühl zur Sache abzugehen und so beklagten sie teils in grobschlächtigem Vokabular: Wer das Wort »Bulle« in den Mund nehme, beweise mangelnde Sprachkompetenz. Das ist interessant. Weil das natürlich ein Missverständnis über das Wesen von kompetentem Sprachgebrauch ist, das zu vermeiden gewesen wäre, hätte man sich – Sie ahnen es: mal ein wenig Sprachkompetenz angeeignet.

Veröffentlicht am

Jeja nervt: Ich komme mit Plänen in dein Fachwerkdorf (nd)

Gorleben ist raus aus dem Rennen um das sogenannte »Endlager« für strahlenden Atommüll. Das hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung kürzlich bekannt gegeben. In der Region zwischen Berlin und Hamburg freuen sich gerade viele Leute, die teils seit 40 Jahren gegen die Verklappung des nationalen Atomschrotts in der niedersächsischen Provinz gekämpft hatten. Klar, in der Zwischenzeit sind die Bärte länger, das Kopfhaar loser und die politischen Ideen wirrer geworden. Doch seit der Besetzung einer Tiefbohrstelle, die 1980 als »Freie Republik Wendland« in die Geschichte der Anti-Atom-Bewegung eingegangen ist, haben sich im Landkreis viele Linke und Alternative niedergelassen.