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Jeja nervt: Ich komme mit Feminismus in dein Feuillleton (nd)

Es gibt Wesen auf der Welt, deren Lunte ist noch kürzer als die von Männern. Die Rede ist von Männern, die Fans sind. In der »South Park«-Staffel aus dem Jahr 2000, die ich gerade schaue, gibt es eine Folge, in der zwei »Star Trek«-Fans eine Zeitmaschine bauen. Das funktioniert auch, doch vor dem zweiten Einsatz zerstreiten sich die beiden Trekkies darüber, ob »Enterprise« 74 oder 75 Folgen hatte. Beleidigt bunkern sie sich zu Hause ein. Nun ist »South Park« in der Vergangenheit nicht durch kluge Interventionen zum Geschlechterverhältnis aufgefallen. Anders gesagt: sogar Nicht-Feministen bemerken die Obsession von Fans.

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Jeja nervt: Auf dem Hitlergruß ausgerutscht (nd)

Vergangene Woche habe ich in meiner Kolumne »Lösch dich aus dem Internet, Polizeipresse!« gefordert, dass das Land Berlin seiner Polizei das scharfe Schießen via Twitter untersagt. Im Präsidium kam das wohl an, denn kurzerhand demonstrierte man dort aufs Neue, wie dringlich diese Forderung ist: Als wolle man sich darüber lustig machen, dass die Öffentlichkeit relativ hilflos vor beinahe täglich eintrudelnden Nachrichten über neue Nazi-Einzelfälle in Uniform steht, posteten die Berliner Kolleg*innen am Sonntag eine natürlich überhaupt nicht so gemeinte »88« – der Nazi-Zahlencode für »Heil Hitler«. Really?

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Jeja nervt: Stellt ihr euch so Männer im 23. Jahrhundert vor? (nd)

Am Dienstag attestierte nd-Kollegin Norma Schneider der Star-Trek-Serie »Discovery«, unter allzu viel Coolness den Sinn für das Uneindeutige, für philosophische Fragen und Emanzipationserzählungen verloren zu haben. Dabei unterschätzt sie die befreiende Wirkung, die die oft intime Darstellung homosexueller und transgeschlechtlicher Charaktere auf ihrem Treck durchs All hat. Doch der Geschichte des Ex-Partners von Hauptfigur Michael Burnham (Sonequa Martin-Green), Ash Tyler (Shazad Latif), sollten wir uns noch einmal zuwenden. Hier hat »Discovery« in den ersten Staffeln mehr geschlechterpolitisches Porzellan zerstört, als sich durch tolle Trans-Teenager in Staffel 3 wieder gutmachen ließe. Große Triggerwarnung!

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Jeja nervt: Ein Mal Klassismus bitte, aber ohne Klasse (nd)

Unter dem Schlagwort »Klassismus« diskutieren Linke mittlerweile Klasse als Diskriminierungsverhältnis. Auch im jüngst erschienenen Sammelband »Solidarisch gegen Klassismus – organisieren, intervenieren, umverteilen« aus dem Unrast-Verlag geht es viel um verweigerte Chancen, unmögliche Klassenreisen und Linke, die anderen mit ihren bürgerlichen Manieren das Leben schwer machen.