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Kein Anlass für Schockstarre (nd)

Über 400 Menschen bei Antifa-Demo in Salzwedel / Große Solidarität nach Angriff auf Autonomes Zentrum

Nach dem Angriff auf das Autonome Zentrum »Kim Hubert« in Salzwedel ist die Solidarität groß. Anfang Juni hatten mutmaßlich Neonazis das linke Zentrum in der in der sachsen-anhaltischen Kleinstadt gestürmt. Dabei wurden schlafende Menschen mit Pfefferspray attackiert, Mobiliar und Fenster kaputtgeschlagen. Doch wenn es den Tätern um Einschüchterung gegangen ist, ging die Attacke nach hinten los: Seit der Aktion sind die Antifaschisten der Stadt umso aktiver und setzen sich, unterstützt von der deutschen Antifa-Szene, gegen rechte Raumnahme zur Wehr. So demonstrierten am Samstag zwischen 400 und 500 Menschen durch die Stadt.

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Anschlagsserie fortgesetzt (nd)

In Neukölln brannten in der Nacht zwei Autos von Frauen, die sich gegen Rechts engagieren

Im südlichen Neukölln sind in der Nacht zu Dienstag zwei Autos ausgebrannt. Sie gehörten der SPD-Bezirkspolitikerin Gabriela Gebhardt sowie Christel Jachan vom Aktionsbündnis Rudow gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Die mutmaßlichen Brandanschläge erfolgten in zeitlicher und räumlicher Nähe zueinander. Damit steigt die Zahl der Attacken gegen linke Aktivisten der aktuellen Serie auf 47.

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Verurteilung im »Fall Lisa« (nd)

21 Monate Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs

Der Prozess um den »Fall Lisa« hat am Donnerstag mit einer geringen Bewährungsstrafe von 21 Monaten ein rasches Ende gefunden. Vor Gericht gab der Angeklagte zu, mit dem Mädchen Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben. Der Fall hatte insbesondere unter Russlanddeutschen für Aufsehen gesorgt. Das Mädchen war wegen schulischer Probleme nicht nach Hause zurückgekehrt und hatte später eine Entführung und Vergewaltigung erfunden. Dass die Polizei dieser Aussage keinen Glauben schenken wollte, war in russischen Medien als politisch gewollte Vertuschung kommentiert worden. Bei den weiteren Ermittlungen stieß die Polizei auf ein Handyvideo, das den Missbrauch durch den nun verurteilten Täter zeigt.

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Der Unsicherheitsmann und das Flüchtlingsheim (akduell)

Das Land NRW hat nach den Misshandlungen von Geflüchteten durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Burbach im Jahr 2014 noch immer kein wirksames Vorgehen gegen rechte Securities und von ihnen ausgehende Gewalt und Kriminalität in Geflüchtetenunterkünften gefunden. Im Sommer machte das Lager erneut Schlagzeilen.

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Unis tun sich manchmal schwer mit ihren Purschen (friedrichs wilhelm)

2015 wurde die Jubiläumsfeier der Bochumer Ruhr-Uni von Protesten überschattet

Man dulde keine fremdenfeindlichen, rassistischen oder rechtsextremen Tendenzen, keinen Links- oder Ausländerextremismus, keine frauenfeindliche oder sexistische Propaganda auf der 50-Jahr-Feier, so hatte es in der „Streckenordnung“ der Bochumer Ruhr-Universität letztes Jahr geheißen. Doch unter den 1200 Ständen, die dann die Route zwischen der Uni und der Bochumer Innenstadt säumten, waren auch solche diverser Burschenschaften. Das hatte bereits im Vorfeld der Feierlichkeiten für Protest unter Studierenden und Mitarbeiter_innen der Universität gesorgt. Als sich die Universitätsleitung auf die Forderungen nach Ausschluss der problematischen Gruppen, unter ihnen etwa die Prager Burschenschaft Arminia zu Bochum, Mitglied im rechten Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, nicht einließ, kündigten diverse Gruppen Protest an.

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Protest gegen NRW-Heimbetreiber in Münster (Ruhrbarone)

In der Zentrale der DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe in Münster haben heute morgen einige Dutzend Menschen gegen die Zustände in den Heimen protestiert, die von der DRK-Tochter geführt werden. Die Aktion richtete sich insbesondere gegen „sexualisierte sowie rassistische Gewalt“ von Mitarbeitern gegen Asylsuchende in den Anlagen, heißt es vonseiten der Besetzer. Der Verband leitet unter anderem die Heime in Burbach und Olpe.

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Olper Flüchtlingsheim: DRK verstrickt sich in Widersprüche (Ruhrbarone)

Nach den Vorwürfen gegen die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe an ihrem Standort Olpe gerät der Betreiberverband ins Zwielicht. Durch ein Arbeitsrechtsverfahren aus dem letzten Jahr waren unhaltbare Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung zutage getreten. Das DRK schiebt die Verantwortung an einen ehemaligen Leiter ab – und macht sich mit einer Falschbehauptung verdächtig.